{"id":62,"date":"2019-07-13T14:02:04","date_gmt":"2019-07-13T12:02:04","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ahlebeyt-de\/?p=62"},"modified":"2019-07-14T22:22:42","modified_gmt":"2019-07-14T20:22:42","slug":"auseinandersetzungen-mit-den-goetzendienern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/archive\/62","title":{"rendered":"Auseinandersetzungen mit den G\u00f6tzendienern"},"content":{"rendered":"<div class=\"post-content\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Eine der ersten Aktivit\u00e4ten des heiligen Propheten in Medina war die \u2018Organisierung der islamischen Gemeinschaft\u2019. Zum einen lernten die Muslime diszipliniert zu leben, zum anderen hielten sie sich in st\u00e4ndiger Alarmbereitschaft gegen immer wiederkehrende Angriffe der G\u00f6tzendiener. Der Islam und die islamische Gesellschaft nahmen einen raschen Aufschwung, was die mekkanischen G\u00f6tzenanbeter sehr beunruhigte und mit gr\u00f6\u00dfter Sorge erf\u00fcllte. Sie suchten nach Gelegenheiten, um die islamische Gemeinde auseinanderzubringen, und schikanierten jene Muslime, die noch in Mekka geblieben waren und dort gewaltsam festgehalten wurde. Die H\u00e4user der Auswanderer wurden gepl\u00fcndert und zerst\u00f6rt. Die Muslime in Medina, vor allem die Auswanderer aus Mekka, sorgten sich sehr um ihre zur\u00fcckgebliebenen Angeh\u00f6rigen in Mekka. Sie warteten auf eine himmlische Weisung, die ihnen erlaubte, der Unterdr\u00fcckung durch die G\u00f6tzendiener ein Ende zu bereiten.Die Schlacht von BadrIm Jahr 2 n. H., am Freitag den 17. Ramadan, fand die erste kriegerische Auseinandersetzung zwischen den Muslimen und den mekkanischen G\u00f6tzendienern statt. Da die meisten Muslime all ihr Hab und Gut hatten zur\u00fccklassen m\u00fcssen, f\u00fcrchteten nun die Mekkaner, die Muslime k\u00f6nnten ihre Handelskarawanen nach Syrien, die nahe an Medina vorbei mu\u00dften, \u00fcberfallen. So beschlossen die Mekkaner, die Muslime anzugreifen und Medina zu erobern. Bei Badr ( d. h. Brunnen) stie\u00dfen ca. eintausend gut ausger\u00fcstete mekkanische Krieger auf nur dreihundert m\u00e4\u00dfig bewaffnete muslimische K\u00e4mpfer. Die Lage schien aussichtslos.W\u00e4hrenddessen er\u00f6ffnete Allah (t.a.) dem Propheten, da\u00df jeder K\u00e4mpfer, der f\u00fcr die Sache Allahs k\u00e4mpft und dabei get\u00f6tet wird, Eingang ins Paradies finden werde. In der Sure Al Anfal\/ Verse 66 und 67 hei\u00dft es:<strong><em>\u2018O Prophet, feuere die Gl\u00e4ubigen zum Kampf an. Sind auch nur 20 Standhafte unter euch, sie sollen 200 \u00fcberwinden; und sind 100 unter euch, sie sollen 1000 \u00fcberwinden von denen, die ungl\u00e4ubig sind, weil das ein Volk ist, das nicht versteht. Jetzt aber hat Allah euch eure B\u00fcrde erleichtert, denn Er wei\u00df, dass in euch Schwachheit ist. Wenn also unter euch 100 Standhafte sind, so sollen sie 200 \u00fcberwinden; und wenn unter euch 1000 sind, so sollen sie 2000 \u00fcberwinden nach Allahs Gebot. Und Allah ist mit den Standhaften.\u2019<\/em><\/strong>Die Muslime k\u00e4mpften furchtlos und mit beispiellosem Kampfgeist und Mut. Sie t\u00f6teten Abu Dschahl, den Anf\u00fchrer der G\u00f6tzendiener, und schlugen das dreimal gr\u00f6\u00dfere Heer in die Flucht. Die Mekkaner lie\u00dfen 70 Tote (35 wurden durch das Schwert Alis get\u00f6tet) und 70 Gefangene zur\u00fcck, w\u00e4hrend die Muslime 14 Tote zu beklagen hatten.Der Prophet lie\u00df die Gefangenen barmherzig und mitf\u00fchlend behandeln. Die muslimischen K\u00e4mpfer mussten ihr Essen mit ihnen teilen. Als L\u00f6segeld f\u00fcr die Gefangenen wurde festgesetzt, dass jeder von ihnen, der lesen und schreiben konnte, diese Kunst zehn Muslimen beibringen sollte.Die Schlacht bei UhudDie Mekkaner, allen voran Abu Sufian, konnten ihre vernichtende Niederlage bei Badr nicht verwinden. Sie schworen Rache zu nehmen und den Muslimen die Macht der Kuraisch zu zeigen.Im Jahre 3 n. H. zog ein 3000 Mann starkes Heer unter Abu Sufian Richtung Medina. Hz. Muhammad (s.a.s.) hatte in Medina die allgemeine Mobilisation angeordnet. \u00dcberall war die Rede von Dschihad (= heiliger Krieg) und Schahadat (M\u00e4rtyrertum). Ein harter, schwerer Kampf stand bevor, die Muslime w\u00fcrden sich, ihre Religion und ihr Gebiet mit allen Kr\u00e4ften verteidigen m\u00fcssen. Die jungen, mutigen M\u00e4nner k\u00fcssten ihren M\u00fcttern zum Abschied die Hand, und die V\u00e4ter verabschiedeten sich von Frauen und Kindern. Scharen \u00fcber Scharen zogen die Muslime nach dem Morgengebet vor die Stadt, um dort die feindlichen Truppen zu erwarten.Im Monat Schawwal 3 n. H. trafen die feindlichen Armeen beim Berg Uhud aufeinander, 3000 Ungl\u00e4ubige gegen 700 Muslime. Hz. Muhammad (s.a.s.) stellte seine Truppen am Fu\u00df des Berges Uhud so auf, dass der Berg in ihrem R\u00fccken lag. Dann ordnete er das Heer f\u00fcr die Schlacht und postierte 50 Bogensch\u00fctzen auf den Berghang, um die R\u00fcckseite der islamischen Armee gegen einen m\u00f6glichen Angriff des Feindes von hinten zu sch\u00fctzen. Was immer auch geschah, sie sollten ihren Platz nicht verlassen.Die Muslime k\u00e4mpften tapfer. Durch die Schlagkraft von Imam Ali (a.s.), Hamza und einigen anderen wurden die feindlichen Soldaten derart demoralisiert, dass sie den \u00dcberblick verloren und daran waren, sich im v\u00f6lligen Durcheinander zur\u00fcckzuziehen. Doch nach einigen Stunden \u00e4nderte sich die Situation. Die Bogensch\u00fctzen glaubten, der Kampf sei zu Ende, und verlie\u00dfen ihre Stellung auf dem Pass, weil sie sich auch ihre Beute sichern wollten. Nun preschten die mekkanischen Reiter hinter dem Berg hervor und griffen, so wie es der Prophet bef\u00fcrchtet hatte, die muslimischen K\u00e4mpfer von hinten an. Dazu kam die falsche Meldung, dass der Prophet get\u00f6tet worden sei, was zu einem Chaos unter den Muslimen f\u00fchrte. Nur Ali und einige andere blieben bei dem Gesandten Gottes und verteidigten die Person des Propheten. Sie bek\u00e4mpften die Ungl\u00e4ubigen so ausdauernd, bis diese das Schlachtfeld r\u00e4umten.Die Schlacht von Uhud war f\u00fcr die Muslime verlustreich. Hamza, ein Onkel des Propheten, wurde mit 70 Gef\u00e4hrten M\u00e4rtyrer. Der Gesandte Gottes trug eine Verletzung an der Stirn davon und erlitt einen Rippenbruch. Aber dieser Krieg war auch ein Gewinn f\u00fcr die Muslime, weil sie aus ihm etwas Wesentliches lernen konnten. Sie hatten mit eigenen Augen gesehen und am eigenen Leib erfahren, was geschieht, wenn sie den Anordnungen des Propheten nicht Folge leisteten.Die Geburt von Hassan und HusseinAm 15. Ramadan im Jahr drei nach der Hidschra (einen Monat vor der Schlacht von Uhud) wurde der erste Enkelsohn Hassan geboren. Der Engel Gabriel \u00fcberbrachte dem Propheten folgende Botschaft Gottes: &#8222;<em>Gewiss Ali steht zu dir wie Harun zu Musa. So gib dem Neugeborenen den Namen von Haruns Sohn!&#8220;\u00a0<\/em>Dieser hie\u00df auf Hebr\u00e4isch\u00a0<em>Schubbar<\/em>, was auf Arabisch\u00a0<em>Al Hassan<\/em>\u00a0bedeutet.Am 3. Scha\u2019ban 4 n. H. wurde Imam Hussein geboren. Der heilige Prophet war \u00fcbergl\u00fccklich \u00fcber seine Enkels\u00f6hne. Er nahm Hussein wie auch bei Hassans Geburt und fl\u00fcsterte ihm den Azan in sein rechtes Ohr und Iqama in sein linkes Ohr, um die Ohren der Kinder zum ersten Mal mit dem Namen Gottes vertraut zu machen. Wieder erschien ihm der Engel Gabriel und offenbarte ihm den Namen dieses Kindes. Entsprechend dem Namen von Haruns 2. Sohn, der auf Hebr\u00e4isch\u00a0<em>Schabir<\/em>\u00a0hie\u00df, sollte dieses Kind auf Arabisch\u00a0<em>Al Hussein\u00a0<\/em>bedeutet. Der Prophet wusste \u00fcber das zuk\u00fcnftige Schicksal des Kindes Bescheid und umso mehr liebte er es und sorgte sich um es. Er sagte:\u00a0<em>&#8222;Hussein ist von mir, und ich bin von Hussein.&#8220;\u00a0<\/em>Und &#8222;<em>Derjenige, der ein Freund von Hassan und Hussein ist, ist mein Freund, und derjenige, der ihr Feind ist, ist mein Feind.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der ersten Aktivit\u00e4ten des heiligen Propheten in Medina war<a href=\"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/archive\/62\">mehr<i class=\"fa fa-long-arrow-right\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":63,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-62","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-prophet-muhammad-s-a-s"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":64,"href":"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62\/revisions\/64"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/63"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}