{"id":177,"date":"2019-07-13T22:43:34","date_gmt":"2019-07-13T20:43:34","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ahlebeyt-de\/?p=177"},"modified":"2019-07-14T22:26:49","modified_gmt":"2019-07-14T20:26:49","slug":"was-gescheh-zu-aschura","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/archive\/177","title":{"rendered":"Was gescheh zu Aschura"},"content":{"rendered":"<div class=\"post-content\">\n<p>Als Imam Hussein (a.s) geboren wurde, erschien der Engel Gabriel vor dem Propheten (s.a.s) gr\u00fc\u00dfte ehrenbietig und sagte:\u201eO du, der von ALLAH (s.t) so sehr geliebt wird, der Allm\u00e4chtige sendet dir Seinen Segen und die F\u00fclle seiner Gnade und will, da\u00df du Ali( a.s) und Fatima (a.s) zur Geburt des Kindes begl\u00fcckw\u00fcnscht, das Hussein hei\u00dfen soll, denn unter diesem Namen ist er in den Himmeln bekannt.\u201cDer Engel fuhr fort:\u201eO Prophet ALLAHS, ich bin tief betr\u00fcbt wegen dieses neugeborenen Sohnes von Fatima (a.s), der uns\u00e4gliche Schwierigkeiten, N\u00f6te, Wunden und Schmerzen erleiden wird. Er wird schlie\u00dflich mit all seinen treuen Anh\u00e4ngern den M\u00e4rtyrertod erleiden in einer W\u00fcste namens Kerbala, an den Ufern des Euphrats im Irak, es wird eine Krise geben, und der Bestand dieser offenbarten Religion f\u00fcr die Menschheit wird vom Opfer Husseins (a.s), deines Enkelsohnes, abh\u00e4ngen.\u201cImam Hussein (a.s) ,Sayid asch-Schuhada (Herr der M\u00e4rtyrer) f\u00fchrte sein Imamat zehn Jahre, welches bis etwa auf die letzten sechs Monate in das Kalifat Mu\u00b4awiya fiel. Er lebte unter schlimmsten Verh\u00e4ltnissen: er wurde extrem unterdr\u00fcckt, denn Mu\u00b4awiya wollte das Kalifat f\u00fcr seinen Sohn Yazid festigen. Religi\u00f6se Regeln und Gesetze hatten ihre G\u00fcltigkeit verloren und der Wille der Regierung war an die Stelle des Willens Gottes und des Propheten (s.a.s) getreten. Mu\u00b4awiya und seine Handlanger machten von jeder M\u00f6glichkeit Gebrauch, sowohl das Haus des Propheten (s.a.s) als auch seine Schiiten zu erniedrigen und zu vernichten sowie Alis Name und dessen Familie auszul\u00f6schen.Imam Hussein (a.s) erduldetet jegliche Art von seelischer Qual durch Mu\u00b4awiya bis dieser starb und sein Sohn Yazid an seine Stelle kam, der mit seiner Ungerechtigkeit und Tyrannei die Menschen in Angst und Schrecken versetzte. Nach au\u00dfen hin zeigte er sich islamisch und lie\u00df z.B. Moscheen erbauen und war geschickt genug die Menschen zu t\u00e4uschen, obwohl er nur Schlechtes tat. Er hatte z.b. einen Affen, den er Kleider aus Gold tragen lie\u00df, w\u00e4hrend viele Menschen in gro\u00dfer Armut lebten.Eines Tages jedoch machten sich einige Leute aus Medina, die auch die Schlechtigkeit und Ungerechtigkeit des Tyrannen Yazid nicht erkannt hatten ,auf den Weg nach Damaskus wo Yazid seinen Hof hatte. Mit ihren eigenen Augen haben sie gesehen, das der Kalif, der sie im Namen des Islam regierte, ein Spieler , Trinker und verkommener Mensch war. Entsetzt kamen sie nach Medina zur\u00fcck und berichteten von dem, was sie gesehen und erlebt hatten. Die Leute erhoben sich und riefen: Nieder mit Yazid und seinem unmoralischen Verhalten! Die Menschen wurden immer mehr. In den Moscheen und auf den Stra\u00dfen wurde verk\u00fcndet, dass Yazid es nicht wert sei, der F\u00fchrer der Muslime zu sein. Sie sprachen daraufhin Abdullah Hanzale ihr Vertrauen aus.Yazid h\u00f6rte nat\u00fcrlich davon und er befahl seinen Soldaten den Aufstand niederzuschlagen. Das Heer zog in Richtung Medina siegte aber \u00fcber die Leute aus Medina, die ihren Glauben und ihre Moral verteidigten. Die tapferen Muslime kehrten nach Medina zur\u00fcck und sammelten sich in der Moschee des Propheten. Bisher hatte es niemand gewagt, diejenigen zu verfolgen, die in der Moschee Schutz gesucht hatten. Aber die Soldaten Yazids t\u00f6teten auch in der Moschee.Der Treueeid der Untertanen (bay\u00b4a) war eine arabische Sitte, die bei wichtigen Angelegenheiten angewandt wurde und bei dem die Untertanen z.B. dem Sultan ihr Einverst\u00e4ndnis und Gehorsam schworen. Mu\u00b4awiya hatte den bekannten Pers\u00f6nlichkeiten im Volk den Treueeid f\u00fcr Yazid abgenommen, griff jedoch den Zustand von Imam Hussein (a.s) nicht an und vermachte Yazid, falls sich Imam Hussein (a.s ) seinem Treeueid widersetzen sollte, ihn nicht zu verfolgen. Doch Yazid gab unmittelbar nach dem Tod seinen Vaters dem Statthalter von Medina den Befehl, Imam Hussein (a.s) den Treueeid abzunehmen und falls dieser sich weigere, seinen Kopf nach Damaskus zu schicken.Nachdem der Statthalter von Medina Imam Hussein (a.s) die Forderung Yazids \u00fcberrreichte, bat der Imam um Bedenkzeit und brach \u00fcber Nacht mit seinen Angeh\u00f6rigen nach Mekka auf, wo er im Haram Gottes, das im Islam eine offizielle Sicherheitsst\u00e4tte ist, Asyl suchte.Bevor der Medina verlie\u00df ging er zum Grab des Propheten (s.a.s) und betete:\u201e,ich bitte Dich O erhabener Gott um Kraft und ich schw\u00f6re beim Grab des Propheten so zu handeln wie es Dir und Deinem Propheten gef\u00e4llt.\u201cImam Hussein (a.s. ) verbrachte vier Monate in Mekka. Diese Nachricht verbreitete sich in vielen Gebieten der islamischen L\u00e4nder. Einige Leute, die von Mu\u00b4awiya und Yazid unzufrieden waren, pflegten eine freundliche Beziehung zum Imam (a.s). Die Leute von Kufa waren der Unterdr\u00fcckung und Gewaltherrschaft Yazids \u00fcberdr\u00fcssig. Sie forderten den Imam (a.s ) auf in den Irak zu kommen, die F\u00fchrung zu \u00fcbernehmen und sich von Ungerechtigkeit und Tyrannei zu erheben. Imam Hussein (a.s) entsandte seinen Gef\u00e4hrten Muslim ibn Aqil nach Kufa. Der Imam selbst wollte ihm nachfolgen, sobald Muslim ihm in einem Schreiben mitteilte, dass die Leute in Kufa dem Imam den Treueeid geleistet hatten. Als Muslim in Kufa ankam, sammelten sich die Einwohner der Stadt sogleich um ihn. Sie alle erhoben die Hand, um ihre Treue und Unterst\u00fctzung f\u00fcr Imam Hussein (a.s) zu zeigen. Daraufhin bat Muslim den Imam in seinem Breif sich so schnell wie m\u00f6glich auf den Weg zu machen, um den Menschen dort in ihrem Kampf gegen Yazid beizustehen und sie zu f\u00fchren.Aber nur wenige Tage sp\u00e4ter hielten die Bewohner von Kufa ihr Versprechen nicht mehr und verfolgten Muslim. Schlie\u00dflich nahmen sie ihn gefangen und t\u00f6teten ihn. Als der Imam vom Tod seines Gef\u00e4hrten erfuhr, entschlo\u00df er sich seinen Weg unbeirrt fortzusetzen und seinen Kampf gegen die Ungerechtigkeit Yazid weiterzuf\u00fchren. Dies war f\u00fcr Yazid \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlich und er ergriff sofort Ma\u00dfnahmen. Der Imam (a.s) war immer noch in Mekka, als die Zeit der Pilgerfahrt anbrach. Imam Hussein (a.s) erfuhr, dass eine Gruppe von Yazid Leuten in Mekka eingetroffen war, die den Auftrag hatte den Imam zu ermorden.Imam Hussein (a.s) k\u00fcrzte seine religi\u00f6sen Handlungen und entschlo\u00df sich aufzubrechen. In einer kurzen Rede gab er seinen Aufbruch Richtung Irak bekannt. In dieser Rede wies er auf seinen M\u00e4rtyrertod hin und bat die Muslime ihm beizustehen und ihr Blut f\u00fcr Gott zu opfern. Er verglich den Tod auf dem Wege Gottes mit der Sch\u00f6nheit einer Halskette, die ein junges M\u00e4dchen am Hals tr\u00e4gt. Am Ende seiner Rede sagte er:\u201cjeder, der bereit ist sein Blut auf dem Wege Gottes zu vergie\u00dfen und sich auf den M\u00e4rtyrertod und auf die Begegnung mit Gott vorbereitet hat ,der komme mit uns\u201cAm n\u00e4chsten Tag machte er sich mit seinen Angeh\u00f6rigen und einer Gruppe von Getreuen auf den Weg in den Iraq. Eine Gruppe stellte sich ihm in guter Absicht in den Weg und warnte ihn vor der Gefahr eines solchen Aufbruchs, schlug ihm sogar vor den Treuueeid f\u00fcr Yazid abzulegen. Aber der Imam sagte:\u201eIch leiste den Treueid nicht und werde eine Herrschaft der Gewalt und Ungerechtigkeit nicht unterschreiben. Ich wei\u00df, dass sie mich \u00fcberall, wo ich hingehe, und dass sie mich \u00fcberall, wo ich bin, umbringen werden. Ich verlasse Mekka aus R\u00fccksicht auf die W\u00fcrde des Gotteshauses, damit es durch das Vergie\u00dfen meines Blutes nicht entehrt werde.\u201cImam Hussein (a.s) war auf den Weg nach Kufa. Unterwegs erhielt er die Nachricht, dass einige seiner Anh\u00e4nger in Kufa ermordet worden waren Die Stadt stehe unter strenger Kontrolle und dass Feinde den Imam (a.s) erwarten w\u00fcrden. Aber der Imam zog weiter. In Kerbala wurden der Imam und seine Begleiter umzingelt. Sie hielten ihn acht Tage fest. Der Imam festigte in diesen Tagen seine Stellung. Nachts lie\u00df er alle seine Gef\u00e4hrten zusammenrufen und sagte:\u201eWir haben nichts vor uns als den Tod und Martyrium. &#8230;Ich entbinde euch von eurem Treueeid. Jeder ,der will, kann die Dunkelheit der Nacht nutzen und seine Leben retten.\u201cDann befahl er die Lichter zu l\u00f6schen. Die meisten seiner Begleiter, die ihn aus materialistischen Gr\u00fcnden begleitet hatten verlie\u00dfen ihn; nur eine kleine Gruppe, die sich der Wahrheit verschrieben hatten blieben.Der Imam (a.s) versammelte die Zur\u00fcckgebliebenen und sagte:\u201eDie Feinde haben es nur auf mich abgesehen. Ein jeder von euch kann die Dunkelheit n\u00fctzen und sich vor der Gefahr in Sicherheit bringen.\u201cAber diese Gef\u00e4hrten bekr\u00e4ftigten, dass sie nicht vom Weg der Wahrheit, den er anf\u00fchre abweichen und niemals ihn in Stich lassen w\u00fcrden, und solange Blut in ihren Adern flie\u00dfe und sie ein Schwert f\u00fchren k\u00f6nnten w\u00fcrden sie seine Familie verteidigen.Am Ende des neunten Tages vom Muharram erreichte das letzte Angebot des Feindes, entweder Treueeid oder Krieg den Imam .Er erbat sich \u00fcber die Nacht eine Frist f\u00fcr den Gottesdienst und fasste den Entschlu\u00df zum Krieg f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag.Am Tag von Aschura, dem 10.Muharram des Jahres 61nach der Higra stellte sich der Imam mit seiner kleinen Gruppe dem Kampf. Sie k\u00e4mpften bis zum letzten Mann und Imam Hussein (a.s) und seine 72 Anh\u00e4nger wurden auf grausame Weise von Soldaten des Omajadenherrschers Yazid bei Kerbala ermordet.Zuvor waren sie auf Anordnung Ibn Ziyads, dem von Yazid neu ernannten Statthalters Kufas in eine W\u00fcstenenge getrieben worden. Ibn Ziyads war es, der die islamische Bewegung in Kufa r\u00fccksichtslos zerschlagen hatte und ihre f\u00fchrenden K\u00f6pfe hatte ermorden lassen Mit derselben H\u00e4rte und Brutalit\u00e4t ging er nun gegen die Angeh\u00f6rigen aus dem Hause des Propheten und ihre Gefolgsleute vor. Kinder, Frauen und M\u00e4nner lie\u00df er mehrere Tage in der gl\u00fchenden Hitze von Soldaten umzingeln und versperrte ihnen den Zugang zur Wasserquelle. Yazid nahm an, die Aufst\u00e4ndischen w\u00fcrden sich auf diese Weise fr\u00fcher oder sp\u00e4ter ergeben.Der Durst machte zwar allen zu schaffen, aber ihr Glaube und ihre Gottesfurcht verlieh ihnen Kraft.Imam Hussein (a.s) und seine treuen Gef\u00e4hrten hatten freiwillig den M\u00e4rtyrertod gew\u00e4hlt.Er hatte gesagt:&#8220;Ich rufe zum Aufstand nicht etwa aus Selbstsucht oder Machtgier, un\u00fcberlegt oder aus Liebe zur Gewalt, oder um Unruhe zu stiften; ich rufe zum Aufstand, weil ich die Ummah meiner Vorfahren zum rechten Weg f\u00fchren m\u00f6chte. Ich m\u00f6chte das Gebot erf\u00fcllen \u201eGutes gebieten und Schlechtes verwehren.\u201c( Al-amr bil-ma\u00b4ruf wan-nahi an el munkar.) und gem\u00e4\u00df der Sunnah meines Gro\u00dfvaters und dem Vorgehen meines Vaters zu verfahren.\u201cIn den Gebeten, die man bei der ziyarat f\u00fcr Imam Hussein (a.s) betet hei\u00dft es:O Hussein (a.s) , du bist derjenige, der das Gute gebietet und das Schlechte verwehrt hat, der das Gebet aufrecht erhalten hat, der aufgefordert hat, die religi\u00f6sen Pflichten zu erf\u00fcllen.Er wies die Ummah auf die Besonderheiten des Imamats und die Eigenschaften und Qualit\u00e4ten, denen der Imam und F\u00fchrende der Muslime zu entsprechen hat, hin. Er erinnerte an die Notwendigkeit des Widerstandes gegen Unrecht und Tyrannei und den Sturz des Regimes, wenn dieses die Islamischen Gesetze missachte. Er sagte:\u201eNur der ist des Imamats w\u00fcrdig ,der dem Buche (Worte) Gottes gem\u00e4\u00df regiert ,sich f\u00fcr Recht und Gerechtigkeit erhebt ,der Religion Gottes treu verbunden ist und f\u00fcr den nichts z\u00e4hlt, als das Heilige G\u00f6ttliche Wesen (ALLAH ) und dessen Wille!\u201cIn einem Brief, den er an die Gro\u00dfen der Stadt Basra schreib mahnte er:\u201eIch rufe euch auf, euch an das Buch Gottes und die Sunnah des Propheten zu halten, denn die Sunnah wird mit F\u00fc\u00dfen getreten und Gottesl\u00e4sterei ist aufgelebt Wenn ihr auf meine Worte achtet und meine Ermahnung beherzigt ,so werde ich euch Gl\u00fcck und Vollkommenheit zuf\u00fchren.\u201cMit anderen Worten: Imam Hussein (a.s) betonte die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des Widerstandskampfes gegen Gewaltherrscher und kl\u00e4rte \u00fcber Anliegen und Zielsetzung dieses heiligen Gihads auf.Die grausame Gewaltherrschaft der Omajaden konzentrierte sich darauf, das islamische Rechtswesen systematisch zu zerschlagen .Es herrschten Korruption, Brutalit\u00e4t, Dekadenz und soziale Krisen. Wer sich dagegen wehrte wurde ermordet, denn das Machtsystem lie\u00df keine Art des Protest zu.In den Monaten vor dem Kampf in Kerbala unterstrich Imam Hussein (a.s ) immer wieder das Gebot Gutes zu gebieten und das Schlechte zu verwehren und die Pflichten zu erf\u00fcllen. Er forderte die M\u00e4chtigen, welche die islamischen Gesetze und Vorschriften mit F\u00fc\u00dfen traten und sich von der Wahrheit entfernten, immer wieder dazu auf.Aber Yazid war unerfahren und unwissend konnte die Aufforderungen und Ratschl\u00e4ge des Imam nicht ertragen und wollte ihn zum Treueeid zwingen. Er kannte weder Pflichten noch B\u00fcrden.Imam Hussein (a.s) widersetzte sich mit den Worten:Niemals gebe ich auf! Niemals unterwerfe ich mich euch! Niemals finde ich mich als Sklave ab! Yazid ist ein Verdorbener, ein Weintrinker, ein M\u00f6rder und ein eindeutiger S\u00fcnder, und einer wie ich unterwirft sich nicht einem Mann des Schlages von Yazid!\u201cUnd wissend um sein Ende meinte er:\u201eWir alle geh\u00f6ren ALLAH und zu ihm kehren wir zur\u00fcck. Der Tod ist besser als das Ertragen von Feigheit und Scham.\u201cSein Widerstand fand den H\u00f6hepunkt in Aschura. Prophet Mohammad (s.a.s) sagte sinngema\u00df: Derjenige der sieht, da\u00df ein Regierender erlaubt, was ALLAH verboten hat, den Vertrag ,den er mit ALLAH abgeschlossen hat \u00fcbertritt, von der Sunna und von Rasul ALLAH abweicht, die Muslime angreift, derjenige, der das sieht und sich nicht diesen Regierenden widersetzt weder mit Worten noch mit Taten, dem wird ALLAH dieselbe Behandlung zukommen lassen, die dem Tyrannen zukommt.Das Ungl\u00fcck, das den islamischen V\u00f6lkern widerfahren ist, ist die Folge dieses Nichtbeachtens der empfohlenen Worte von Rasul ALLAH. Man unterwarf sich den feigen grausamen und heuchlerischen Kalifen, die geblendet von der Macht und vom Ruhm g\u00e4nzlich ohne das Licht der Wahrheit und der Gerechtigkeit waren. Das Ergebnis des Verrats : die Religion ist schw\u00e4cher geworden, die gro\u00dfe Tradition und Zivilisation des arabischen Volkes hat sich verfl\u00fcchtigt, die L\u00fcgen haben die Wahrheit bedeckt&#8230;.In der Sure Hud (11) Vers 113 hei\u00dft es: Und sucht nicht bei denen Anlehnung, die freveln! Sonst erfa\u00dft euch (dereinst)das H\u00f6llenfeuer. Ihr habt au\u00dfer Gott keine Freunde&#8230;.Das Heer der Feinde pl\u00fcnderte nach Beendigung des Krieges das Frauengemach des Imam und legte Feuer an seine Zelte, k\u00f6pfte die M\u00e4rtyrer, entbl\u00f6\u00dfte ihre H\u00e4upter und warf sie , ohne sie zu begraben auf den Boden. Danach brachen sie am 11. Muharram mit den schutzlosen Frauen und M\u00e4dchen und den K\u00f6pfen der M\u00e4rtyrer nach Kufa auf, von wo sie nach Damaskus vor Yazid gef\u00fchrt wurden .Die Soldaten Yazids legten die Frauen und die Kinder in Ketten. Den Frauen rissen sie die Kopft\u00fccher herunter und zerrissen sie. Hals ,H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe wurden mit Stricken und Ketten gebunden. Die H\u00e4nde der Frauen banden sie am Hals der Kinder fest. Alle wurden auf Kamelen ohne Satteln hochgezogen.Die Karawanen begannen sich langsam zu bewegen, ihr voraus waren die K\u00f6pfe der M\u00e4rtyrer, die auf Lanzen steckten. 78 K\u00f6pfe, 78 starke ehrenvolle K\u00e4mpfer des Glaubens waren gefallen, 17 Mitglieder der Familie des Propheten (s.a.s) und 70 Gl\u00e4ubige. Der Kopf von Imam Hussein (a.s) ging den anderen voraus. Hinter der Karawane, mit schweren Ketten beh\u00e4ngt und vom Fieber taumelnd folgte Imam Ali Zyn -al Abidin (a.s) zu Fu\u00df.Die Karawane zog schnell weiter. Manchmal wenn ein Kind auf den Boden rutschte, fiel die Frau, an die er gebunden war ebenfalls. Dann st\u00fcrzte ein Soldat auf sie, hob die Peitschte und schlug und schlug und schlug&#8230;.. Unter den Gefangenen befand sich der 21 j\u00e4hrige Sohn des Imam, der 4. Imam ,Imam Sagad Zyn -al-Abidin., und dessen anderer vierj\u00e4hrige Sohn Muhammad ibn Ali, der 5. Imam, sowie Hassan Mutanna, der Sohn des zweiten Imam und Stiefsohn von Imam Hussein (a.s), der im Krieg eine t\u00f6dliche Wunde erlitten hatte und den sie in seinen letzten Todesseufzern gefunden hatten..Das Ereignis von Kerbala, die Gefangennahme der Frauen und T\u00f6chter aus dem Prophetenhaus, die Reden ,welche die Tochter des Herrschers der Gl\u00e4ubigen (a.s) und Schwester Imam Hussein (a.s) Zeinab Kubra in Kufa hielt um das Verbrechen Yazids anzuprangern und die Reden des 4. Imam entehrte die Omayadendynastie und machte die mehrj\u00e4hrige Propaganda von Mu\u00b4awiya zunichte.Es kam soweit, dass Yazid seine grausame Tat \u00f6ffentlich verabscheuen musste. Imam Hussein (a.s) ist nicht umsonst gestorben. Sein Auftrag lebt.! Die Hoffnung ist zu neuem Leben erwacht ! Die Mission, f\u00fcr die er sein Leben hingab, erstarkte immer mehr, bis schlie\u00dflich die Macht der Omajaden zerfiel. Die Trag\u00f6die von Kerbala ersch\u00fctterte das Reich, das auf soviel Planung und Intrige errichtet worden war, in seinen Fundamenten. Die Trag\u00f6die von Kerbala machte Yazid zum meistgeha\u00dften Mann in der muslimischen Welt. Das ist g\u00f6ttliche Gerechtigkeit.!!!Nach dem Schahadat Hussein (a,s) erkannten die Muslime Eignung und Rechtm\u00e4\u00dfigkeit zu Imamat und Rechtleitung in dessen Sohn Ali Ibn al Hussein (a.s). Es war ihnen offenkundig, dass nur er Anspruch auf Wilayat, Imamat und Kalifat hatte.Zu Zeiten des vierten Imam aus dem Hause des Propheten setzten sich etliche Bewegungen dieser Art zur Verteidigung Ahl-Bayt (a.s) ein. Sie alle hatten ein Motiv : Vergeltung des Schahadats des Enkelsohnes des Propheten Imam Hussein (a.s).Der auffallendste Zug an Imam Hussein (a.s.) war seine Leidenschaft f\u00fcr die Vereinigung mit ALLAH (s.t). Die letzte Nacht seines irdischen Lebens verbrachte er in Gebet und inbr\u00fcnstigen Bitten. Am n\u00e4chsten Tag, selbst mit dem Tod vor Augen, verga\u00df er nicht seine Gebete. So zeigte Imam Hussein (a.s.) durch sein unsterbliches Beispiel, da\u00df ein Muslim stets um die geistlichen Dinge bem\u00fcht sein soll, auch durch und mit den Gegebenheiten dieser Welt.Am Nachmittag von Ashura &#8211; der 10. Muharram des Jahres 61.waren viele Gef\u00e4hrte des Imams in Kerbala bereits tot. Imam Hussein (a.s), der auch verwundet war, war allein geblieben. Sein Herz schlug immer schw\u00e4cher, aber er war ALLAH sehr nahe. Pl\u00f6tzlich erhob er seine H\u00e4nde zum Himmel und seinen Herrn anflehend ,sagte er:\u201eO mein Herr, ich habe alles, ohne Ausnahme, in DEINEM Namen gegeben und f\u00fcr die Liebe zu DIR. Ich habe meine Familie verlassen und akzeptiert, da\u00df sie zu Waisen werden, um DIR zu begegnen. Wenn, um Deiner Liebe Willen, mein K\u00f6rper in St\u00fcckchen geschnitten werden w\u00fcrde, auch dann w\u00fcrde ich mein Herz vor niemandem, au\u00dfer vor DIR beugen.\u201cSeine Liebe zu ALLAH war unendlich gro\u00df und sein Glauben war sehr tief, obwohl seine Schmerzen unertr\u00e4glich waren.Es war Abend, w\u00e4hrend des ganzen Tages hatte die Sonne den Sand von Kerbala mit ihren Strahlen erhitzt. Imam Hussein (a.s) blutete stark aus den Wunden, die ihm die Feinde zugef\u00fcgt hatten; er hatte nicht mehr die Kraft sich aufrecht auf dem Pferd zu halten. Langsam begann sich sein Haupt und K\u00f6rper zu senken ( =er rutschte vom Pferd ?) bis seine Stirn den gl\u00fchend hei\u00dfen Sand des Bodens ber\u00fchrte. Er wandte sich zu ALLAH:\u201eIm Namen Gottes, mit SEINER Hilfe und durch die Botschaft SEINES Gesandten . Willig f\u00fcge ich mich DEINEM Willen und verbeuge mich vor Deinem Befehl; ich ertrage mit Geduld die Scherzen, die Pein, den Kummer und die Schwierigkeiten, die von DIR kommen, o Hilfe von denjenigen, die Hilfe Suchen!\u201cDie h\u00e4rtesten Pr\u00fcfungen, drei Tage ohne Wasser unter der gl\u00fchenden Sonne, die Trennung von seinen lieben Angeh\u00f6rigen, der Verlust vieler Gef\u00e4hrten und das Wissen um die Leiden, die seiner Familie zusto\u00dfen w\u00fcrden, hielten den Imam (a.s) nicht von seinem Auftrag ab, sich gegen den Tyrann Yazid zu stellen, um den Islam zu retten. Der blutende K\u00f6rper des Imam (a.s) , von tausenden Pfeilen getroffen, lag am Boden und Shimr, der grausame M\u00f6rder, (ALLAH verfluche ihn) stand neben ihm, um ihn zu enthaupten. Pl\u00f6tzlich murmelte der Imam etwas, und der M\u00f6rder glaubte einen Fluch gegen sich gerichtet zu h\u00f6ren; er n\u00e4herte sich um zu h\u00f6ren ,was der Imam (a.s) sagte. Dies sind die letzten Worte, die er zu h\u00f6ren bekam:\u201eO mein Herr ! Ich habe meine Pflicht zu Ende gef\u00fchrt, mach also, da\u00df sich DEIN Versprechen erf\u00fcllt\u201cEs wird \u00fcberliefert, da\u00df man einen gewaltigen (himmlischen )Schrei h\u00f6rte:\u201eO Hussein, sei froh, denn durch dich werde ICH vielen S\u00fcndern verzeihen, darunter diejenigen, die dich lieben.\u201cDarauf hin sagte der Imam:\u201eJetzt ist der Tod f\u00fcr mich zur Freude geworden.\u201cDie heutige Situation unterscheidet sich kaum von der Situation zur Zeit Imam Hussein (a.s). Auch heute sind wir Zeuge, wie \u00fcberall in der islamischen Welt Pr\u00e4sidenten, Gener\u00e4le, K\u00f6nige und Scheich herrschen, die die muslimischen V\u00f6lker zumeist im Dienste der Gro\u00dfm\u00e4chte von ihrer islamischen Identit\u00e4t trennen wollen.Aus dem Eintreten des Imam f\u00fcr Wahrheit und Gerechtigkeit ziehen wir die Lehre, dass das ganze Leben ein einziger Schauplatz des Widerstreites zwischen Wahrheit und Unwahrheit ist. Imam Hussein (as.) sagt uns, dass wir gegen\u00fcber der Unwahrheit niemals aufgeben sollen, auch dann nicht wenn wir uns selbst dabei opfern m\u00fcssten. Diese Botschaft kenn keine Grenzen. Jeder Tag ist Aschura, jeder Ort ist Kerbala und jeder Monat Muharram.Imam Hussein (a.s) hat uns gelehrt ,dass das Leben aus Glauben und Gihad besteht. Um wahrhaft gl\u00e4ubig zu sein, m\u00fcsssen wir uns permanent anstrengen, uns mit all den Faktoren auseinadersetzen, die uns weg von der Wahrheit, vom Gedenken an ALLAH f\u00fchren. Fehlt uns die rechte \u00dcberzeugung, so folgen wir unseren Begierden und entfernen uns von unserer eigentlichen menschlichen Identit\u00e4t. F\u00fchren wir aber nicht diesen st\u00e4ndigen Gihad, dann verfallen wir in Resignation und Schw\u00e4che.Schlie\u00dflich hat uns Imam Hussein (a.s) verdeutlicht, dass letztendlich die Wahrheit bleibt und Unwahrheit vergeht. Je reiner unsere Absicht, je aufrichtiger wir sind, desto ewiger und Bleibender wird unser Handeln sein. An Tag von Aschura tritt das Licht der Wahrheit dem Dunkel der Unwahrheit eindrucksvoll gegen\u00fcber. Deshalb ist die Botschaft dieses Tages, das Opfer Imam Hussein (a.s) und seiner getreuen Gef\u00e4hrten unsterblich ist.Du\u00b4aFriede sei auf den ehrenhaften Propheten des Islam (s.a.s) und seiner Nachkommen und allen M\u00e4rtyrern, M\u00e4nnern und Frauen und Kinder, dessen Existenz geopfert wurde f\u00fcr die g\u00f6ttliche Sache und da\u00df das Licht des Koran uns immer erleuchten m\u00f6ge. <\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Imam Hussein (a.s) geboren wurde, erschien der Engel Gabriel<a href=\"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/archive\/177\">mehr<i class=\"fa fa-long-arrow-right\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":178,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-177","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-was-ist-aschura"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/177","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=177"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/177\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":179,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/177\/revisions\/179"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/178"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=177"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=177"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=177"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}