{"id":180,"date":"2019-07-13T22:54:58","date_gmt":"2019-07-13T20:54:58","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ahlebeyt-de\/?p=180"},"modified":"2019-07-14T22:26:39","modified_gmt":"2019-07-14T20:26:39","slug":"warum-wurde-imam-hossein-a-s-trotz-seiner-naehe-zum-propheten-getoetet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/archive\/180","title":{"rendered":"Warum wurde Imam Hossein (a.s.) trotz seiner N\u00e4he zum Propheten get\u00f6tet"},"content":{"rendered":"<div class=\"post-content\">\n<p>\n\nWarum wurde Imam Hossein (a.s.) trotz seiner N\u00e4he zum Propheten get\u00f6tet<br>&nbsp;Bez\u00fcglich dieses beispiellosen Aufstands wollen wir uns erst einmal fragen, wie es dazu kam, dass man 50 Jahre nach dem Ableben des Propheten seinen Enkel t\u00f6tete. Die Angeh\u00f6rigen der M\u00f6rderbande waren ja alle \u00e4u\u00dferlich Muslime.War denn Imam Hussein ihnen unbekannt? Oder hatte der Prophet \u00fcber ihn nichts gesagt? Warum bevorzugten diese Leute Jazid ibn Muawia vor dem Enkel des Propheten? Wie war es m\u00f6glich, dass man im Jahre 61 nach der Hidschra Hussein, seine durstenden Kinder und Getreuen neben dem Fluss Furat (Eufrat) t\u00f6tete und seine Familie gefangen nahm?Die M\u00f6rder waren nicht nur nicht &#8222;Abtr\u00fcnnige&#8220;, sondern sie waren auch noch stolz auf &#8222;ihren Islam&#8220;. Sie beteten und rezitierten bei Tag und Nacht den Quran. Sie liebten sogar im Geheimen den Enkel des Propheten, denn sie hatten ihn bewundert, als er Schulter an Schulter neben seinem Vater bei verschiedenen Gefechten k\u00e4mpfte.Sie konnten sich auch noch an das Wort des Propheten erinnern, der sagte: &#8222;Hassan und Hussein sind die Herren der Edelm\u00fctigen im Paradies&#8220; und &#8222;Hussein ist von mir und ich bin von Hussein&#8220; (Hussein ist so wie ich und ich bin so wie er.)Sie wussten au\u00dferdem, dass Jazid ein Trinker, Tyrann und Ketzer war, der vor nichts zur\u00fcckschrecken w\u00fcrde, um die Herrschaft zu \u00fcbernehmen. Deswegen schickten sie auch so viele Einladungen an Imam Hussein (as) und beharrten auf seinem Kommen. Daher sandte der Imam seinen Vetter Muslim bin Aqil als seinen Vertreter nach Kufa. Die Einwohner von Kufa nahmen ihn anf\u00e4nglich herzlichst auf und leisteten ihm einen Treueeid, aber der Zustand \u00e4nderte sich pl\u00f6tzlich dramatisch. Muslim bin Aqil wurde bei einer Auseinandersetzung festgenommen und get\u00f6tet. Sein Gastgeber(Hani ibn Urwa) wurde ebenfalls ums Leben gebracht.W\u00e4hrend dessen befand sich Imam Hussein(as) auf dem Weg nach Kufa. Der Imam und seine Gefolgsleute wurden schlie\u00dflich am 2. Muharram des Jahres 61 nach der Hidschra von der 2000 Mann starken Truppe von Hurr ibn Riahi umzingelt und sie hielten sich in einem Gebiet namens Karbala auf.Bei einer Ansprache an diesem Tag sagte er: &#8222;Euch ist die (jetzige) Situation klar: Es kam zu einer Umw\u00e4lzung, die Gemeinheit und Niedertracht haben Fu\u00df gefasst, und die Tugenden sind fast zur G\u00e4nze verloren gegangen. Die Menschen leben ein unterw\u00fcrfiges, ungl\u00fcckliches Leben.Das Rechte wird vernachl\u00e4ssigt und das Unrechte wird befolgt. Unter solchen sch\u00e4ndlichen Umst\u00e4nden ist jeder ehrenhafte Gl\u00e4ubige verpflichtet, selbstlos und opferbereit zu sein, sodass er seinem Gott ehrenvoll begegnet. Ich erachte den Tod unter solch dem\u00fctigenden Umst\u00e4nden nur als wahre Gl\u00fcckseligkeit und die Koexistenz mit dem Unterdr\u00fccker nur als Qual und Schande.Die Menschen sind zu den Sklaven der irdischen Anliegen geworden, die Religion wurde nur zu einem Lippenbekenntnis. Sie verteidigen ihre \u00dcberzeugung solange ihre Bequemlichkeit nicht in Gefahr ger\u00e4t, und wenn sie auf die Probe gestellt werden, wird die Anzahl der Gl\u00e4ubigen sehr wenig.&#8220;Der Herr der M\u00e4rtyrer beschreibt in seiner Ansprache sowohl die damaligen Bedingungen als auch den Grad des Glaubens in der Gesellschaft und weist au\u00dferdem auf die Pflicht der Gl\u00e4ubigen unter den gegebenen Umst\u00e4nden hin.Er verk\u00fcndet, dass unter solchen Umst\u00e4nden der Aufstand gegen die Unterdr\u00fcckung eine Glaubenspflicht ist und dass der &#8222;rote Tod&#8220; weitaus besser ist, als ein besch\u00e4mendes Leben in der Unterdr\u00fcckung. Gerade das war die Motivation seines Aufstandes. Er wusste nur zu gut, dass der Geist des Glaubens in den Menschen gel\u00e4hmt war, dass sie wach ger\u00fcttelt und die Unwissenden aufgekl\u00e4rt werden m\u00fcssen, um die Irrenden auf den geraden Weg zu f\u00fchren.Die damalige Gesellschaft bestand aus zwei Schichten: Die Obrigkeit und das gew\u00f6hnliche Volk der Sippen und St\u00e4mme, die die Mehrheit darstellten, und der Obrigkeit folgten. Die Oberschicht, also die Stammes- und Sippenf\u00fchrer und andere Wohlhabende in der Gesellschaft wussten \u00fcber die Realit\u00e4ten Bescheid.Sie kannten den Islam und den Imam sehr gut, aber auch \u00fcber Jazid und seine Anh\u00e4nger waren sie genau im Bilde. Auch die Mehrheit der Leute war nicht \u00fcber die Wahrheit desinformiert, sondern sie standen als willenlose Marionetten der Obrigkeit zur Verf\u00fcgung. Jazid n\u00fctzte die Glaubensschw\u00e4che oder Gottlosigkeit der Obrigkeit aus und machte sie mit Versprechungen zu seinem Anh\u00e4nger.Imam `Ali sagte immer: &#8222;Ich mache mir um euch wegen zwei Sachen Sorgen: Wegen Eurer triebhaften Seele und euren Begierden.&#8220; Die Oberschicht der damaligen Gesellschaft litt an beiden genannten unheilvollen Lastern. Sie waren selbsts\u00fcchtig und habgierig. Solche Menschen, die nur ihren Begierden nachgehen, verkaufen &#8222;ihren&#8220; Gott ihre Religion, ihren Propheten und ihre Imame leicht f\u00fcr ihre verg\u00e4nglichen W\u00fcnsche.Und so kam es dazu, dass Ubaidullah die Stadt Kufa beherrschen konnte. Er machte den &#8222;Angesehenen&#8220; und den Stammesf\u00fchrern wertvolle Geschenke und andererseits bedrohte er sie mit Kerker, Folter, Tod und Beschlagnahme ihre Eigentums. Daher verlie\u00dfen sie Muslim bin Aqil und ergaben sich Ubaidullah. Die Mehrheit war der Obrigkeit willenlos ausgeliefert, wie der Herr der Gl\u00e4ubigen sagte: &#8222;Wie blinde, schwache M\u00fccken, die den Windst\u00f6\u00dfen ausgesetzt sind.&#8220;Sie machten sich mit ihren F\u00fchrern auf den Weg nach Karbala, k\u00e4mpften mit dem Enkel des Propheten und t\u00f6teten ihn und seine 72 Getreuen. Sie nahmen die Familie von Imam Hussein(as) gefangen und so schrieben sie die sch\u00e4ndlichsten Seiten der Geschichte mit solch ungeheuren Verbrechen.Aber der blutige Aufstand des Imams wurde nicht besiegt! Denn durch diesen heldenm\u00fctigen Aufstand erwachte das bet\u00e4ubte Gewissen der damaligen Gesellschaft und die Werte, Tugenden, der Glauben und die Aufrichtigkeit, die durch die selbstlose Aufopferung jener M\u00e4nner Gottes praktiziert wurden, waren f\u00fcr die Allgemeinheit sichtbar.Andererseits kam die h\u00e4ssliche Fratze der Umajaden, die hinter dem Schleier der Heuchelei und Hinterlistigkeit von Muawia verdeckt war, zutage. Dadurch konnte das unheilvolle Ziel der Umajaden, das nichts anderes als die Vernichtung des Islams war, nicht verwirklicht werden.Mit der Botschaft und der Bewegung der Familienangeh\u00f6rigen und Nachfolger von Imam Hussein(as) nach Aschura und nach den Greueltaten Jazids, wurde der Wunsch und das Ziel des Imams allen Menschen in Kufa, Scham und Medina bekannt. Als Frucht dieser g\u00f6ttlichen Bewegung kam es zu weiteren Aufst\u00e4nden nach Aschura, was letztlich zur Revitalisierung der Religion Gottes f\u00fchrte. So blieb der Aufruf &#8222;Aschhadu al-la ilaha illa-llah wa aschhadu an-na Muhammada-rrasulu-llah&#8220; auf der ganzen Welt ewig.Der Friede Gottes sei mit Dir Du Imam Hussein(as), der Du mit der Aufopferung Deines Lebens und dessen Deiner Getreuen die Menschen von ihrer Unwissenheit, ihrem Wahn und ihrer Verwirrung befreitest!Der Friede Gottes sei mit Dir, der Du den Islam als Deinen Blutzoll und dessen Deiner Kinder, Verwandten und Getreuen fruchtbringend, dauerhaft und allgegenw\u00e4rtig machtest!Wa-s-salamu `alaikum wa rahmat-u-llah!\n\n<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum wurde Imam Hossein (a.s.) trotz seiner N\u00e4he zum Propheten<a href=\"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/archive\/180\">mehr<i class=\"fa fa-long-arrow-right\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":181,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-180","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-was-ist-aschura"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=180"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":182,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180\/revisions\/182"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/181"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}