{"id":42,"date":"2019-07-13T12:12:35","date_gmt":"2019-07-13T10:12:35","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ahlebeyt-de\/?p=42"},"modified":"2019-07-14T22:24:06","modified_gmt":"2019-07-14T20:24:06","slug":"die-erste-islamische-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/archive\/42","title":{"rendered":"Das erste islamische Zentrum"},"content":{"rendered":"<div class=\"post-content\">\n<p><em><strong>Die erste islamische Familie<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die erste islamische Familie, die gegr\u00fcndet wurde, war die Muhammads (s.a.s.) und Chadidschas. Ihr Haus, ihre Familie, stellte das erste &#8222;Islamische Zentrum&#8220; dar. Sie waren zun\u00e4chst nicht mehr als 3 Personen: Muhammad, Chadidscha und Ali (a.s.). Als der Prophet 28 Jahre alt war, wurde Ali als Sohn von Abu Talib geboren. Von der wundersamen Geburt Alis und der engen Beziehung Muhammads bereits zum Neugeborenen haben wir schon fr\u00fcher geh\u00f6rt. Und so verwundert es auch nicht, da\u00df Muhammad seinen Onkel bat, den kleinen Ali, der damals gerade 5 Jahre alt war, in seine Familie aufnehmen zu d\u00fcrfen. Muhammad wu\u00dfte, sa\u00df sein Onkel kein reicher Mann war. Auch aus Dankbarkeit f\u00fcr die viele Liebe, die sein Onkel ihm gegeben hatte, wollte Muhammad seinen Onkel nun unterst\u00fctzen. Ali zog also zu Muhammad und Chadidscha und wuchs unter ihrer Obhut zu einem Menschen mit bestem Charakter heran.Dieses Haus, diese Familie, war das Zentrum, der Ausgangspunkt der weltweiten islamischen Bewegung. Eine schwere Verantwortung und Verpflichtung lastete auf ihnen. Sie mu\u00dften gegen Gottlosigkeit und G\u00f6tzentum zu Felde ziehen, hatten also das Ein- Gott &#8211; Bekenntnis (Tauhid) in alle Welt hinaus zu tragen. Sie waren seinerzeit die einzige islamische Familie und Gemeinschaft auf dem gesamten Erdenrund. Weitere Muslime gab es noch nicht. Doch sie, die k\u00fchnen, fest \u00fcberzeugten und engagieren Vertreter des ersten St\u00fctzpunktes des Islam, waren entschlossen, die Herzen der Menschen zu erobern und sie f\u00fcr den Islam &#8211; d.h. f\u00fcr Gott &#8211; zu gewinnen. Jene kleine, aber aktive und zuversichtliche Glaubensgemeinschaft war bereit und ger\u00fcstet. An ihrer Spitze stand Muhammad ( s.a.s.), \u00fcber dessen Gesinnung Gott im 4. Vers der Sure 68 Qalam spricht:<em>&#8222;Deine Gesinnung, Muhammad, ist hoch und edel!&#8220;<\/em>Muhammad war stets g\u00fctig gegen\u00fcber den Mitgliedern seiner Familie. Seine Ehefrau verehrte er so sehr, da\u00df sein liebevolles Verh\u00e4ltnis zu ihr besonders stark von den damaligen Gepflogenheiten der vorislamischen Beduinengesellschaft abwich. Selbst die Freundinnen Chadidschas w\u00fcrdigte er um ihretwillen. Wenn er z. B. ein Geschenk bekam, lie\u00df er es des \u00f6fteren zum Haus einer Freundin Chadidschas bringen. Immer wieder betonte Muhammad auch gegen\u00fcber anderen M\u00e4nnern, da\u00df sie sich gegen\u00fcber ihren Ehefrauen auf die beste Art und Weise verhalten sollten. Er wu\u00dfte nat\u00fcrlich, da\u00df alle Menschen gute und schlechte Seiten haben. Sein Erziehungskonzept aber zielte darauf ab,&nbsp;<strong>das Gute im Menschen zu st\u00e4rken und nicht einem anderen Menschen, geschweige seinem Lebenspartner, dessen schlechte Eigenschaften vorzuhalten.<\/strong>Chadidscha stellte ihrem Mann ihr ganzes Verm\u00f6gen zur Verf\u00fcgung, und Muhammad k\u00fcmmerte sich fortan um Chadidschas vielseitige Handelsgesch\u00e4fte. Aber sein Herz war nicht bei dem vielen Geld, \u00fcber das er nun verf\u00fcgte. Er half statt dessen den Armen, bezahlte ihre Schuldenundkaufte viele Sklavinnen und Sklaven frei. Die Sklavinnen im eigenen Haushalt lie\u00df er frei und half selbst seiner Frau bei der Hausarbeit, denn er wollte nicht bedient werden. Die F\u00fchrung im Hause oblag Chadidscha. Sie war die &#8222;Hausherrin&#8220;, glaubte an die heiligen Ziele und Vorhaben Muhammads und unterst\u00fctze ihn ohne M\u00fche und Opfer zu scheuen.Muhammad und Chadidscha lebten ein \u00fcberaus harmonisches und gl\u00fcckliches Familienleben. Sie w\u00fcnschten sich Kinder, damit ihre Mission, das Ein- Gott- Bekenntnis zu st\u00e4rken und den Menschen zu helfen, weiterbestehen und sich vermehren 3\u00fcrde. Chadidscha gab alles und sich selbst f\u00fcr dieses Bestreben hin. Bedingungslos f\u00fcgte sie sich den W\u00fcnschen Muhammads, die voll und ganz dem Worte Gottes entsprachen. Der Prophet wu\u00dfte, um seine hohen Ziele zu erreichen, mu\u00dfte er standhafte und ehrenwerte Nachfolger bekommen.Leider waren aber die S\u00f6hne Qasim und Abdullah schon als kleine Kinder gestorben, was f\u00fcr die Familie eine schwere Pr\u00fcfung bedeutete. Muhammad war zu seinen Kindern besonders herzlich und gef\u00fchlvoll. Im Gegensatz zu den Gepflogenheiten der damaligen Gesellschaft spielte er mit ihnen, nahm sie auf seine Schultern und k\u00fc\u00dfte sie. Als er einmal seinen Enkelsohn Mugtaba im Beisein eines reichen Mekkaners auf das Gesicht k\u00fc\u00dfte, war dieser erstaunt und sagte, da\u00df er seine beiden S\u00f6hne noch kein einziges Mal gek\u00fc\u00dft h\u00e4tte. Daraufhin erwiderte der Prophet, ohne ihn dabei zu verletzen: &#8222;Bedenke, wer keine G\u00fcte zeigt, dem wird auch keine G\u00fcte erwiesen.&#8220; Muhammad achtete und gr\u00fc\u00dfte Kinder, noch bevor sie ihn gr\u00fc\u00dften. Er sagte: &#8220; Ehrt und respektiert die Kinder und seid freundlich zu ihnen! Denn jemand, der unfreundlich zu Kindern ist, ist kein Muslim!&#8220;In gleichem Ma\u00dfe, wie die Eltern Muhammad und Chadidscha \u00fcber den Tod ihrer S\u00f6hne trauerten, waren diejeinigen Mekkaner, die sich von der Familie Muhammads provoziert f\u00fchlten, erfreut dar\u00fcber, da sie annahmen, mit dem Tod der Prophetens\u00f6hne w\u00fcrde das Haus Muhammads erl\u00f6schen. Sie bezeichneten ihn in ihrer Schadenfreude als &#8222;abtar&#8220;, d.h. als &#8222;nachkommenslos&#8220;, was den Propheten und seine Frau zutiefst verletzte.Muhammad wurde durch sein vorbildliches Verhalten bald in Mekka bekannt. Alle in Mekka ans\u00e4ssigen St\u00e4mme respektierten ihn wegen seiner Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. Viele Menschen verehrten ihn, vor allem Arme, Alte und Waisenkinder. Viele Reiche und M\u00e4chtige f\u00fchlten sich jedoch von ihm bedroht und provoziert, und sie wurden sp\u00e4ter zu seinen Gegnern und Feinden. Selbst Chadidscha mu\u00dfte ertragen, da\u00df sich ihre Freundinnen und Bekannten immer mehr von ihr abwandten und den Kontakt mit ihr g\u00e4nzlich abbrachen. Jedoch stand Chadidscha ihrem Mann voll und ganz zur Seite. War er in Bedr\u00e4ngnis und Schwierigkeiten, so sprach sie ihm mit tr\u00f6stenden Worten gut zu und gab ihm Hoffnung, da\u00df er sein hohes g\u00f6ttliches Ziel gewi\u00df erreichen werde. Und kam er, verspottet, verlacht, bel\u00e4stigt und gequ\u00e4lt nach Hause, so umgab sie ihn mit ihrer Liebe und F\u00fcrsorge. Sie gab ihm Kraft und Energie. Auch in Krisensituationen und selbst bei den schwersten Problemen, denen er sich bisweilen gegen\u00fcber sah, beriet er sich mit ihr.Muhammad, der Zuverl\u00e4ssige10 Jahre nach der Heirat Hz. Muhammads (s.a.s.) mit Hz. Chadidschaa wurdeMekka von einemstarken Unwetter heimgesucht, und die Kaaba wurde dabei zerst\u00f6rt. Die verschiedenen St\u00e4mme der Kureisch beschlossen, die Kaaba gemeinsam wieder aufzubauen. Aber gegen Ende des Wiederaufbaus kam es zu Streitigkeiten , ja fast zur kriegerischen Auseinandersetzung zwischen ihnen, weil jeder Stamm f\u00fcr sich die Ehre haben wollte, den schwarzen Stein &#8222;Hagar al aswad&#8220;, ein Meteorit, an seinen Platz zu setzen. Da machte ein kluger Mann unter ihnen den Vorschlag, einen Schiedsrichter zu w\u00e4hlen. Und derjenige sollte Schiedsrichter sein, der als erster durch das Tor der &#8222;Masdched al Haram&#8220; kam (so hei\u00dft das Gotteshaus, in deren Innenhof die Kaaba liegt).Als erster trat ein junger Mann ein, und alle waren froh und einverstanden mit ihm, denn es war Muhammad (s.a.s.). Dieser breitete nun seinen Aba auf dem Boden aus und legte den Stein in seine Mitte. Dann forderte er die \u00c4ltesten jedes Stammes auf, das Tuch zu fassen und den Stein an seine Stelle zu bringen. Muhammad selbst setzte den wieder an jenen Platz, wo er heute noch gesehen werden kann.Zu jener Zeit war Hz. Muhammad (s.a.s.) 35 Jahre alt und noch nicht zum Propheten ernannt worden. Er war jedoch wegen seiner au\u00dfergew\u00f6hnlichen Gewissenhaftigkeit und Zuverl\u00e4ssigkeit bekannt, so da\u00df man ihn &#8222;Muhammad, den Zuverl\u00e4ssigen&#8220; (&#8222;Muhammad al Amin&#8220;) nannte. (s. auch Kap. &#8222;Muh. als Hirte&#8220;). Die Leute gaben ihm wertvolle Gegenst\u00e4nde zur Aufbewahrung, und wenn sie es w\u00fcnschten, gab er sie heil und unversehrt an ihre Besitzer zur\u00fcck. Wenn jemand Probleme hatte, so ging er zu Muhammad und fragte ihn um Rat. Oder gab es Streitigkeiten zwischen zwei Parteien, so wurde Muhammad hinzugezogen, um den Schiedsspruch zu sprechen. <\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste islamische Familie Die erste islamische Familie, die gegr\u00fcndet<a href=\"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/archive\/42\">mehr<i class=\"fa fa-long-arrow-right\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":45,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-42","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-prophet-muhammad-s-a-s"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42\/revisions\/46"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/45"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}