{"id":59,"date":"2019-07-13T13:55:17","date_gmt":"2019-07-13T11:55:17","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ahlebeyt-de\/?p=59"},"modified":"2019-07-14T22:22:58","modified_gmt":"2019-07-14T20:22:58","slug":"der-gesandte-gottes-in-medina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/archive\/59","title":{"rendered":"Der Gesandte Gottes in Medina"},"content":{"rendered":"<div class=\"post-content\">\n<p><strong>Der Gesandte Gottes in Medina<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit offenen Armen war der hl. Prophet (s.a.s.) von der Bev\u00f6lkerung Medinas aufgenommen worden. Medina sollte der erste islamisch verwaltete Stadtstaat in der Geschichte werden. Sogleich fingen die Muslime an, in ihrer neuen Heimat eine Moschee zu bauen und dann ein einfaches Wohnhaus f\u00fcr den Propheten und seine Familie. Der hl Prophet (s.a.s.) forderte jeden Muslim Medinas, Die auch &#8222;Ansaris&#8220; genannt wurden, auf, sich mit einem Eingewanderten Muslim aus Mekka, den &#8222;Muhagirin&#8220; zu verbr\u00fcdern. Dadurch hatte er erreicht, da\u00df die Muslime sich gegenseitig unterst\u00fctzten, und ihre Einheit sehr stark wurde.Bilal, der erste MuezzinEs war Bilal, der ehemalige schwarze Sklave aus Abessinien, den der Prophet f\u00fcr diese ehrenvolle Aufgabe erw\u00e4hlte. Bilal konnte aufgrund seiner Herkunft manche arabische Laute nicht besonders gut aussprechen. Z. B. sagte er &#8222;<em>Ashadu allah illaha illallah<\/em>\u00a0statt\u00a0<em>Aschhadu allah illaha illallah,\u00a0<\/em>was manche Araber bem\u00e4ngelten.Der Prophet beharrte jedoch auf seinem Beschluss und versicherte, dass Bilals &#8222;Adhan&#8220; sogar die Bewohner des Himmels begl\u00fcckte. Er wollte damit zeigen, dass es nicht auf \u00c4u\u00dferlichkeiten wie Herkunft, Aussehen, Alter, Geschlecht und Sprache ankam, sondern darauf, dass man ein reines Herz habe, aufrichtig sei und Ehrfurcht vor Allah empfinde. All diese Eigenschaften konnte Bilal aufweisen, und so wurde er zum ersten Muezzin.Das Leben in MedinaGleich zu Beginn ging der Gesandte Gottes (s.a.s.) daran, einen Stadtstaat in Medina zu errichten. Er rief alle Bewohner des Ortes, die Einwanderer aus Mekka, bekehrte Muslime aus Medina, Juden und Araber, die noch nicht den Islam angenommen hatten, zusammen und verk\u00fcndete eine staatliche Verfassung. Dies war die erste auf g\u00f6ttlicher Offenbarung begr\u00fcndete geschriebene Verfassung eines Staates in der Weltgeschichte. Sie enthielt Einzelheiten \u00fcber die Rechte und Pflichten sowohl des Herrschers als auch der Staatsb\u00fcrger.Die Muslime aus Mekka konnten endlich in Ruhe und Freiheit leben. Ihr Leben lief bald wieder in den gewohnten Bahnen. Einige trieben Handel und andere arbeiteten als Bauern. Wieder andere, die nicht genug verdienten, um sich und ihre Familien ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen, wurden aus dem allgemeinen Besitz der Muslime unterst\u00fctzt.Der Islam begann zu erbl\u00fchen. Sein Licht leuchtete \u00fcber die Grenzen Medinas hinweg ins Land hinein. Der erste gro\u00dfe Segen, der sich mit dem Einzug des Propheten in diese Stadt abzeichnete war, dass sich zwei gro\u00dfe St\u00e4mme, die jahrelang in Streit und Fehde miteinander gelegen hatten, vers\u00f6hnten und zu Ruhe und Frieden untereinander fanden. Die Gl\u00e4ubigen Medinas scharten sich um den Propheten. Nach und nach wandten sich auch die Beduinenst\u00e4mme der Umgebung Medinas dem Islam zu. Die himmlischen Offenbarungen, die der hl. Prophet nach und nach empfing, fanden gleich in der Gesellschaft Anwendung. Mit jedem neuen Tag wurden weitere schlechte Gewohnheiten abgeschafft, und statt dessen wurden\u00a0<em>Taqwat<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Gerechtigkeit\u00a0<\/em>zur Entfaltung gebracht. In seinen Predigten rief Muhammad (s.a.s.) die Menschen immer zur Br\u00fcderlichkeit auf. Er selbst f\u00fchrte ein ganz einfaches Leben und war in allen Dingen ein Vorbild f\u00fcr die anderen. Viele Menschen waren von seiner Pers\u00f6nlichkeit so beeindruckt, dass sie den Islam annahmen.Die meisten Muslime Mekkas waren inzwischen ebenfalls nach Medina geflohen, wo sie von ihren Glaubensgeschwistern freundschaftlich aufgenommen wurden.In den Vororten Medinas als auch in Chaibar und Fadak lebten viele j\u00fcdische Sippen, deren Gelehrte der arabischen Bev\u00f6lkerung Medinas schon lange zuvor den islamischen Propheten angek\u00fcndigt hatten. Als sie jedoch nun von Hz. Muhammad (s. a. s.) zum Islam eingeladen wurden, lehnten sie ab. Sie witterten au\u00dferdem Gefahr, f\u00fcr ihre vorherrschende Stellung in der Wirtschaft Medinas. Sie unterwanderten die Muslime und versuchten ihre Einheit zu zerst\u00f6ren. Daher schloss der Prophet mit ihnen verschieden Nichtangriffspakte.Die neue GebetsrichtungDer Gesandte Gottes hatte 13 Jahre in Mekka und 7 Monate in Medina in Richtung Jerusalem gebetet, bis eines Tages der Engel Gabriel dem Propheten offenbarte, dass die Muslime ab diesem Zeitpunkt in Richtung Kaaba beten sollten:\u00a0<strong><em>&#8222;So wende dein Antlitz gegen die heilige Moschee, und wo immer ihr seid, wendet euer Antlitz gegen sie.&#8220; (Sure 2, 145)<\/em><\/strong>Die Juden protestierten, denn schlie\u00dflich war Jerusalem auch ihre Gebetsrichtung, und nun wendeten sich die Muslime von dieser Gebetsrichtung ab. Es war eine Pr\u00fcfung Allahs, um zu erkennen, wer dem Propheten folgen w\u00fcrde und wer nicht, also um Freund und Feind ausfindig zu machen.Die Hochzeit der Tochter des ProphetenAcht Jahre war Hz. Fatimah (s. a.), als sie mit ihrem Vater nach Medina kam. Dieser hatte inzwischen als Gesandter Gottes hohes Ansehen in der Gesellschaft gewonnen und sein Einfluss und seine Macht nahmen st\u00e4ndig zu. Dies war mit ein Grund daf\u00fcr, dass Hz. Fatimah die Aufmerksamkeit der Gro\u00dfen der Qureisch auf sich zog. Allah (t. a.) jedoch hatte beschlossen, dass Fatimah Ali, den Cousin und Ziehsohn des Propheten, heiraten sollte. Als Fatimah neun Jahre alt war, fand die Eheschlie\u00dfung statt. Diese Hochzeit war die bedeutendste und beispielhafteste der islamischen Geschichte.Der Vater der Braut war der Gesandte Gottes, die h\u00f6chste und angesehenste Pers\u00f6nlichkeit der islamischen Welt. Die Braut selber war die vollkommenste aller Frauen im Islam, die zu den vier ganz gro\u00dfen und edlen Frauen der Menschheit geh\u00f6rt. Der Br\u00e4utigam war den Gro\u00dfen seiner Gesellschaft hinsichtlich Wissen, Bildung, Tapferkeit und Gesinnung weit \u00fcberlegen. Er war der offizielle Vertreter, Vertraute und Berater des Gesandten Gottes. Er war der Held der islamischen Welt und oberster Befehlshaber der muslimischen Armee. Schlie\u00dflich wurden Fatima und Ali die Stammeltern der nachfolgenden (elf) Imame.Man k\u00f6nnte meinen, dass die Hochzeit des Brautpaares mit Prunk und Pracht h\u00e4tte vollzogen werden m\u00fcssen. Im Gegenteil, sie war beispielhaft in Einfachheit und Bescheidenheit. Morgengabe (Mechrieh), Hausstand und das Hochzeitsessen waren \u00e4u\u00dferst einfach gehalten und somit vorbildlich f\u00fcr alle anderen Muslime. Der Prophet wollte damit seinen Anh\u00e4ngern zeigen, dass sie sich aus einem solchen Anlass nicht verschulden, sondern die Feierlichkeiten in einem erschwinglichen Rahmen halten sollen <\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gesandte Gottes in Medina Mit offenen Armen war der<a href=\"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/archive\/59\">mehr<i class=\"fa fa-long-arrow-right\" aria-hidden=\"true\"><\/i><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":60,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-59","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-prophet-muhammad-s-a-s"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":61,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59\/revisions\/61"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/60"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}