{"id":65,"date":"2019-07-13T14:08:35","date_gmt":"2019-07-13T12:08:35","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/ahlebeyt-de\/?p=65"},"modified":"2019-07-14T22:22:29","modified_gmt":"2019-07-14T20:22:29","slug":"ghadier-e-chum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ikab.ch\/de\/archive\/65","title":{"rendered":"GHADIER -E- CHUM"},"content":{"rendered":"<div class=\"post-content\">\n<p><strong>GHADIER -E- CHUM<\/strong>D  <\/p>\n\n\n\n<p>er hl. Prophet in seinem letzten Lebens LebensjahrIm Jahre 633 n. Chr. ( 10 J. n. H.) war der hl Prophet (s.a.s.) 63 Jahre alt und am H\u00f6hepunkt seiner Macht. Ihm war es gelungen, die untereinander zerstrittenen und miteinander Krieg f\u00fchrenden St\u00e4mme der arabischen Halbinsel zu befrieden und unter der Fahne des Islam zu vereinigen. Hz. Muhammad (s.a.s.) war ihr Oberhaupt und F\u00fchrer. Er selbst hatte sich jedoch nicht ver\u00e4ndert. Nach wie vor war er bescheiden , g\u00fctig und stetes liebevoll zu seinen Mitmenschen. Er bewohnte keinen gro\u00dfen Palast und hatte keine Soldaten zu seinem Schutz. Sein Haus unterschied sich nicht von den H\u00e4usern anderer. Seine Kleidung war schlicht und er besa\u00df nicht viel Geld. Keine Arbeit war ihm zu schade oder zu schwer. Ist es da verwunderlich, da\u00df er bei seinem Volk sehr beliebt war und es sich keinen anderen F\u00fchrer als ihn w\u00fcnschte?Die Karavane des Gesandten GottesAls die Zeit der Pilgerfahrt n\u00e4her kam, k\u00fcndigte der Prophet (s.a.s.) die Wallfahrt nach Mekka an. Es sollte die erste vollst\u00e4ndige Pilgerfahrt werden und es wurde auch die letzte Pilgerreise des Propheten. Die Muslime wollten die Gelegenheit nicht verpassen, mit dem Propheten zusammen die Hadsch zu vollziehen, und so str\u00f6mten sie aus allen Teilen Arabiensnach Medina, ca. 90000 an der Zahl. 10 Tage brauchte der riesige Zug, um Mekka zu erreichen. Unterwegs besuchte der Prophet noch das Grab seiner geliebten Mutter in Abwa und betete dort. In Mekka stieg die Zahl der Gl\u00e4ubigen auf ca. 140000. In ihrem wei\u00dfen Pilgergewand sahen alle gleich aus, Reiche und Arme, F\u00fchrer und Arbeiter, Alte und Junge, M\u00e4nner und Frauen. Der Prophet lehrte die Muslime die Hadschrituale, betete und verlie\u00df wieder den geweihten Ort.Der Ort Ghadiere ChumAuf der R\u00fcckreise von Mekka nach Medina kam die riesige Karavane (sie bestand aus mehr als 100000 Muslimen) nach Johva, einem Ort 20 km von Mekka entfernt. Dort verzweigten sich die Wege nach Medina, \u00c4gypten, Syrien und Irak. An der Grenze dieses Ortes lag ein Teich (Teich hei\u00dft auf Arabisch Ghadier). Und die Stelle, an der der Teich gelegn war, hie\u00df Chum. Deshalb wird dieser Platz Ghadier-e-Chum genannt.Das ersehnte ZielEs war am 18. Des Monats Zilhadsch, 10 n. H., als die Karavane den Platz Ghadier-e-Chum erreichte. Pl\u00f6tzlich lie\u00df der Prophet (s.a.s.) die Pilgerschar anhalten. Der Engel Gabriel war ihm erschienen und \u00fcberbrachte ihm folgende Botschaft von Allah:<em>&#8222;Oh Apostel! \u00dcbermittle, was die von deinem Herrn geoffenbart worden ist. Wenn du es nicht tust, dann hast du seine Botschaft nicht weitergegeben. Und Allah wird die vor den Menschen sch\u00fctzen.&#8220; (S. 5\/ 68).<\/em>Es war schrecklich hei\u00df. Der Prophet gab Anweisungen, einen Versammlungsplatz vorzubereiten. In der N\u00f6he von 5 Gummi-Akazien lie\u00df er eine hohe Kanzel errichten aus mehreren Kamels\u00e4tteln. Dann verrichtete er das Mittagsgebet. Danach bestieg er die Kanzel und hielt folgende Ansprache.Die Worte des Propheten<em>&#8222;Alles Lob geb\u00fchrt Gott, Seine Hilfe allein suchen wir. Wir glauben an ihn. Wir verlassen uns nur auf ihn. Auch suchen wir bei ihm Schutz vor Fehlern unseres Charakters und teuflischen Begierden. Es gibt keine F\u00fchrung f\u00fcr einen, der in die Irre geht, und einen, den Gott f\u00fchrt, kann nichts vom richtigen Weg abbringen. Ich bezeuge, da\u00df es keinen Gott gibt, der der Anbetung w\u00fcrdig ist, au\u00dfer Allah, und Mohammad ist sein Diener und Gesandter.Gott, der Kenner des Verborgenen und der Wissende hat mir mitgeteilt, da\u00df ich sehr bald dem Tod ins Auge Tod ins Auge sehen werde. Nun! Was geschieht mit der Botschaft Gottes? Seht her, in dieser Hinsicht werde nicht allein ich verantwortlich gemacht, sondern auch ihr alle werdet gefragt werden! La\u00dft mich nun wissen, was eure Antwort ist!&#8220;<\/em>Die Historiker berichten, da\u00df die wogende Menge mit einer Stimme rief: &#8222;Oh Gott, wir bezeugen, da\u00df du die verantwortungsvollen Aufgaben des Prophetentums in der richtigen Weis erf\u00fcllt, uns beraten und dich st\u00e4ndig um unsere F\u00fchrung bem\u00fcht hast.&#8220; Und der Gesandte fuhrfort: &#8222;<em>Ihr anerkennt doch, da\u00df kein Gott au\u00dfer Allah der Anbetung w\u00fcrdig ist und da\u00df Muhammad sein Diener und Apostel ist. Ihr glaubt doch, da\u00df sein Paradies, seine H\u00f6lle, sein Gesetz des Todes, der zu erwartende Tag des J\u00fcngsten Gerichtes (ohne jeden Zweifel oder Hintergedanken) und die Erneuerung des Lebens am Tag der Auferstehung v\u00f6llig sicher sind?&#8220;<\/em>Die versammelte Menge antwortete im Chor: &#8222;Ohne den leisesten Zweifel best\u00e4tigen wir unzweideutig all diese ewigen Wahrheiten&#8220;.Dann vergewisserte sich der Prophet ob ihn alle h\u00f6ren konnten, und die Menge bejahte dies, mit den Worten: &#8222;Ja mein Herr, Jedes deiner Worte dringt in unser Herz!&#8220; Dann sprach der Gesandte:\u00a0<em>&#8222;Ich erreiche die Quelle von Kauthar vor euch, und ihr alle werdet mir folgen. Nun wird man sehen, wie sehr ihr nach mir die zwei kostbarsten Erbschaften, die ich euch hinterlassen werde, hochachtet. Eines ist das Buch Gottes, der heilige Koran. Das eine Ende davon ist in der Hand Gottes, des Glorreichen und Erhabenen, das andere Ende ist in Eurer Hand. Haltet es fest, damit ihr nicht vom rechten Weg abweicht. Und das zweite wertvolle Ding ist meine Nachkommenschaft. Gott, der Kenner des Verborgenen und der Wissende, hat mir mitgeteilt, da\u00df sich diese beiden Dinge nie voneinander trennen werden, bis sie mich an der Quelle von Kauthar erreichen (ihre Einheit ist ewig). Ihr solltet niemals wagen, hinter ihnen zu bleiben oder sie zu \u00fcbergehen. Wenn ihr euch anma\u00dft, das zu tun, werdet ihr verdammt und ruiniert!&#8220;<\/em>W\u00e4hrend der Gesandte des Islams dies sagte, nahm er die Hand Alis und hob sie, soweit er konnte , in die H\u00f6he. Und er fuhr in seiner Rede fort:<em>&#8222;Gott ist mein Herr. Ich bin der Herr der Gl\u00e4ubigen und ich habe mehr Rechte \u00fcber sie als sie selbst besitzen. Deshalb gilt,\u00a0<strong>wessen Herr ich bin, dessen Herr ist auch Ali!&#8220;\u00a0<\/strong><\/em>Diesen Satz wiederholte er dreimal!(Das Wort Herr wurde im Arabischen mit &#8222;Maula&#8220; bezeichnet, was in der Bedeutung von Herr, F\u00fchrer, Oberhaupt oder Vorgesetzter zu verstehen ist, nicht aber von Freund oder Cousin)! Danach sagte der Gesandte:<strong><em>&#8222;Oh mein Gott, sei ein Freund dessen, der ein Freund Alis ist, und behandle jenen wie einen Feind, der sich Ali widersetzt. Hilf denen, die Ali helfen, und wende dich von jenen ab, die gegen Ali auftreten. Oh mein Herr! Welchen Weg immer Ali einschl\u00e4gt, das Recht liegt in der gleichen Richtung. Seht her! Es ist bindend f\u00fcr alle, die hier sind, da\u00df sie diese Botschaft jenen \u00fcberbringen, die nicht anwesend sind.&#8220;<\/em><\/strong>Zum Schlu\u00df sagte der Prophet:\u00a0<em>&#8222;Leute, wiederholt was ich gesagt habe, und gr\u00fc\u00dftAli zu seiner Ernennung zum F\u00fchrer der Gl\u00e4ubigen!&#8220;Am Ende der Ansprache lie\u00df der Prophet die Leute zur Kanzel\u00a0<\/em>gruppenweise emporsteigen, und inmitten des Tumultes von Gr\u00fc\u00dfen und Gratulationen begannen sie Imam Ali (a.s.) die Gefolgstreue zu schw\u00f6ren.In der Zwischenzeit stieg der Engel Gabriel mit den folgenden Worten Gottes herab:<em>&#8222;<strong>Heute habe ich euch eure Religion vervollst\u00e4ndigt, meine Gnade an euch vollendet und den Islam f\u00fcr euch als Religion bestimmt!&#8220;\u00a0<\/strong>(Sure 5\/3)<\/em>Kr\u00f6nungsfeierlichkeitenNormalerweise werden K\u00f6nige mit einer Krone, die besonders sch\u00f6n und wertvoll ausgestaltet und verziert ist, gekr\u00f6nt. Als der heilige Prophet jedoch den &#8222;F\u00fchrer der Gl\u00e4ubigen&#8220; Imam Ali (a.s.) zu seinem Nachfolger und F\u00fchrer der Gl\u00e4ubigen ernannte, wand er seinen speziellen Turban um dessen Kopf und sagte: &#8220; Ali, die Turbane sind die Kronen und Tiaren der Araber.&#8220; Und.&#8220; Die Kronen, die von den Engeln getragen werden, sind von der gleichen Art.&#8220;Dieser Turban, den der heilige Prophet um Alis Kopf gewickelt hat, wurde `Sahab` oder Wolke genannt. Nach der Zeremonie in Ghadier-e-Chum sagte der Prophet zu Imam Ali: &#8222;Mein geliebter Ali! Die Engel, durch die uns Gott der Allm\u00e4chtige in der Schlacht bei Badr und Hunain half, trugen alle Turbane. Der Turban ist jenes (Unterscheidungs) merkmal, das zwischen Heidentum und Glauben an Gott, sein Wort und seine Gesandten unterscheidet.&#8220; Der Prophet erinnerte immer wieder an diesen Turban der Auszeichnung und \u00dcberlegenheit. Diese Erinnerung war ihm sehr teuer.Die Feierlichkeiten von Ghadier-e-Chum dauerten 3 Tage. Imam Dschafar Sadegh (a.s.) sagte, da\u00df dieser Tag neben den Festen von Idul Fitr und Idul Adha und den Festtagen des Freitags der h\u00f6chstgeachtete Tag der Muslime ist und zu den gro\u00dfen Freudentagen der islamischen Welt geh\u00f6rt.\u00a0 <\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GHADIER -E- CHUMD er hl. 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